Concerti d'eccellenza
Pathétique
Nemanja Radulovic
Krystof Urbanski
Orchestra della Svizzera Italiana

Datum
Freitag, 25.09
Uhr 19:30
Spielort
Chiesa San Francesco, Locarno
Piazza San Francesco 19, 6600 Locarno
Preiskategorien
CHF 140 / 115 / 90 / 65 / 40
Sinfonie- & Chorkonzerte
Über das Konzert
Der serbisch-französische Geiger Nemanja Radulović wird für seine funkensprühende Bühnenpräsenz gerne auch als „Rockstar der Klassik“ gefeiert. Er gilt als Grenzgänger zwischen klassischer Virtuosität und osteuropäischer Volksmusik, was er auch als Solist in Tschaikowskis Violinkonzert unter Beweis stellen wird.
Heute ist es kaum vorstellbar, dass dieses strahlende Violinkonzert voller Zuversicht die Antwort auf eine schwere Lebenskrise war. 1877 heiratete er Antonina Miljukowa – nicht aus Liebe, sondern um Gerüchte über seine Homosexualität ein Ende zu setzen. Die Ehe endete nach nur elf Wochen Tschaikowsky erlitt einen psychischen Zusammenbruch. Rettung bot Nadeshda von Meck, eine wohlhabende Witwe, die ihm finanziell die Flucht in die Schweiz ermöglichte, wo das Violinkonzert entstand.
Es war der Beginn einer außergewöhnlichen Verbindung: 13 Jahre lang tauschten sie über 1.200 Briefe aus, ohne sich je persönlich zu begegnen. 1890 endete die Freundschaft durch von Meck abrupt und ohne Erklärung – ein Rätsel, das Tschaikowski bis an sein Ende quälte. Die tragische Grundstimmung seiner Sinfonie Nr. 6 («Pathétique») lässt sich als Nachhall dieser schmerzhaften Trennung und als musikalisches Zeugnis seiner endgültigen Vereinsamung deuten. Ein Werk am Abgrund, vollendet kurz vor seinem Tod.
Programm
Nemanja Radulović, Violine
Orchestra della Svizzera italiana
Krzystof Urbanski, Leitung
Peter Tschaikowsky (1840-1893)
Violinkonzert D-Dur op. 35
Pause
Sinfonie Nr. 6 e-Moll op. 64 «Pathétique»
Dauer: 110′ (inklusive Pause)
Die Künstler und Künstlerinnen

Nemanja Radulovic
Violine

Krystof Urbanski
Dirigent

Orchestra della Svizzera Italiana
Über den Spielort: Chiesa San Francesco, Locarno
Die Chiesa di San Francesco in Locarno, deren Ursprünge bis ins 13. Jahrhundert zurückreichen, ist weit mehr als ein historisches Monument – sie ist ein lebendiger Resonanzraum, in dem Geschichte, Kunst und Musik aufeinandertreffen. Als einer der glanzvollsten Spielorte von ClassicAscona bietet sie einen würdigen Rahmen für Orchester- und Chorkonzerte. Besonderheiten des sakralen Kunstdenkmals sind die Fresken der Locarneser Malerfamilie Orelli aus dem 18. Jahrhundert sowie der hölzerne Chorraum, der im Jahr 1522 geschnitzt wurde.
Damit die Kirche auch heute noch als kulturelles Zentrum strahlen kann, wurde sie aufwendig restauriert. Die letzte umfassende Innenrestaurierung wurde im Jahr 2012 abgeschlossen.

Pathétique
Weitere Konzerte
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Sopran: Julia Lezhneva
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Camerata Salzburg
Klaviere: Lucas & Arthur Jussen



