Concerti d'eccellenza
Mondi da sogno – Traumwelten | Vilde Frang II
Vilde Frang
Ilya Gringolts
Lawrence Power

Datum
Dienstag, 29.09
19:30 Uhr
Spielort
Chiesa di S. Maria di Ponte, Brissago
6614 Brissago
Preiskategorien
CHF 60 / 40 / 20
Kammermusik & Vokalkonzerte
Über das Konzert
Der norwegische Literaturnobelpreisträger Bjørnstjerne Bjørnson schrieb über sein Heimatland: «Norwegen ist ein Land, in dem die Natur so gewaltig ist, dass der Mensch sich darin nur als Gast in einem Traum vorkommt.» Die aus Oslo stammende Geigerin Vilde Frang, Artist in Residence der Festival-Ausgabe 2026, lädt in ihrem Programm zu einer Reise in musikalische Traumwelten ein. Die monumental angelegte Sonate für zwei Violinen von Eugène Ysaÿe schafft die Illusion einer orchestralen Traumlandschaft – und das mit nur zwei Instrumenten! Dichte motivische Vernetzungen erzeugen einen wirbelnden Strom leuchtender Klangfarben. Die Capricci des norwegischen Komponisten Bjarne Brustad verbinden Elemente der norwegischen Volksmusik mit stilprägenden Ausformungen der neoklassizistischen Musik. Brustad übersetzt den spröden, obertonreichen Klang der Hardangerfiedelders lebhaft-virtuose Capricci, wie sie nur noch selten im 20. Jahrhundert anzutreffen sind.
Béla Bartók war von der Serenade für zwei Violinen und Viola von Zoltán Kodály zutiefst beeindruckt und schrieb: «Diese Komposition ist ein genuines modernes Produkt der ungarischen Kultur. Es ist ausserordentlich reich an Melodien, deren exotische Charakterzüge vom starken «rubato» der alten Bauernmusik bestimmt sind.»
Musik entdecken
Programm
Vilde Frang, Violine
Artist in Residence 2026
Ilya Gringolts, Violine
Lawrence Power, Viola
Eugène Ysaÿe (1858-1931)
Sonate für 2 Violinen a-Moll op. posth.
[Solostück für Viola solo TBC]
Pause
Bjarne Brustad (1895-1978)
Capricci für Violine und Viola
Zoltán Kodály (1882-1967)
Serenade für 2 Violinen und Viola op. 12
Dauer: XX’ (inklusive Pause)
Die Künstler und Künstlerinnen

Vilde Frang
Violine
Ist Vilde Frang ein Star? Ihren Erfolgen nach ja, doch auf der Bühne wirkt sie bescheiden. Sie stellt sich ganz in den Dienst der Musik – technisch makellos, tief empfunden und voller Leben. Vilde Frang spielt konsequent das, was sie künstlerisch überzeugt – nicht das, was das Publikum oder die Plattenfirma von ihr erwarten. Sie gilt als eine der mutigsten und ausdruckstärksten Künstlerinnen ihrer Generation.

Ilya Gringolts
Violine
Ilya Gringolts studierte bei Itzhak Perlman und gewann 1998 den Premio Paganini. Er widmet sich sowohl dem Orchesterrepertoire als auch zeitgenössischen und seltenen Werken; zudem begeistern ihn die historische Aufführungspraxis. Gringolts beeindruckt mit seinem hochvirtuosen Spiel und seinen ausgefeilten Interpretationen. Er lehrt an der ZHdK und spielt eine Stradivari von 1718.

Lawrence Power
Viola
Lawrence Power gilt als einer der führenden Bratschisten und setzt sich als Mitgründer des Viola Commissioning Circle für neue Werke ein – darunter Viola-Konzerte von MacMillan, Turnage, Adès und Lindberg. Er spielt mit Orchestern wie der Chicago Symphony und dem Royal Concertgebouw, lehrt an der Zürcher Hochschule der Künste und war Associate Artist der Wigmore Hall.
Über den Spielort: Chiesa di S. Maria di Ponte, Brissago
Die idyllische Kirche in Brissago, die unmittelbar am Seeufer liegt, wurde zwischen 1526 und 1585 nach Plänen des Architekten Giovanni Beretta und später seines Sohnes Pietro errichtet. Sie zählt zu den bedeutendsten Renaissancebauten der Region und ist geprägt von einer achteckigen Kuppel mit umlaufenden Loggien sowie einer klaren Anlehnung an die lombardische Bramantesche Tradition. Mit ihrer harmonischen lateinischen Kreuzform, dem dominierenden Glockenturm sowie dem eleganten Spiel von Fenstern und Granitpilastern bietet sie einen einzigartigen kulturellen und akustischen Rahmen, in dem Musik und Architektur eindrucksvoll miteinander verschmelzen.

Mondi da sogno – Traumwelten | Vilde Frang II
Weitere Konzerte
20:00 | Festival Warm-Up Concert: Tra Mondi – Zwischen Welten | Anteprima Cornèr Banca
Klavier: Alexandra Dovgan
Orchestra Sinfonica di Milano
Leitung: Emmanuel Tjeknavorian
19:30 | Eröffnungskonzert | Julia Lezhneva I | Per Constanze: Mozarts Grosse Messe
Sopran: Marie Lys
Sopran: Julia Lezhneva
Tenor: Matthew Newlin
Bass: Yannick Debus
Tölzer Knabenchor
Kammerorchester Basel
Leitung: Francesco Corti
18:30 | Nello specchio di Rossini – Im Spiegel Rossinis
Dirigent: Finnegan Downie Dear
Camerata Salzburg
Klaviere: Lucas & Arthur Jussen



